Herb Lubalin
Der New Yorker Designer und Schriftgestalter Herbert F. Lubalin (1918
– 1981; Foto © 1979 The American Institute of Graphic Arts)
Als
Herb Lubalin am nächsten Morgen von seinem Wohnort Woodmere (New
York) zur Arbeit fuhr, lenkte er plötzlich den Wagen an den Straßenrand.
Von einer Telefonzelle aus rief er Ralph Ginzburg an, was er noch nie
zuvor getan hatte: »Ralph, ich hab die Lösung. Du wirst es
sehen.« Der Rest ist Designgeschichte.
Lubalins Startpunkt waren Großbuchstaben der Stilrichtung Geometrische
Groteskschrift (in den USA »Gothic)« genannt, irgendwas
zwischen Futura und Helvetica. Er verwinkelte die beiden As und das
V so, dass sie sich wie Kuchenstücke nahtlos aneinander fügten.
Dabei erinnerte er sich an Shoshana Ginzburg Handbewegung. Er halbierte
das T und verschmolz es mit dem N. Das dritte A im Schriftzug steht
mit einem Bein im kreisrunden G, wobei sich die Horizontalen überlagern.
R, D und E berührten sich, so das sich schließlich zwei kompakte
Buchstabenblöcke ergaben. Sie bildeten das unverwechselbare Avant-Garde-Logo.
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